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Mein Monatsrückblick auf den August 2021

Sommerferien

Der 1. August ist in der Schweiz Nationalfeiertag und wird traditionellerweise mit viel Feuerwerk und Knallerei schon während des Tages begangen. Nachdem ich die letzten drei Jahre vergebens gehofft hatte, dass Regengüsse und Gewitter diese Immissionen verhindern würde, aber Petrus sich als waschechter Eidgenosse geoutet hatte, habe ich meiner Familie schon vor einem Jahr angekündigt, dass zumindest unsere Hündin Aura und ich am 1. August nicht in der Schweiz sein würden. 


Da meine Partner ursprünglich aus Deutschland stammt und seine Familie schon lange nicht mehr besuchen konnte, entschieden wir uns, über Air B'n'B eine Wohnung zu mieten und einige entspannte Tage in NRW zu verbringen. Obwohl das Wetter bescheiden war, haben wir doch einfach das Zusammensein genossen. Sogar meine Söhne sind noch für ein verlängertes Wochenende hochgefahren, weil sie A.s Eltern mal kennenlernen und das ergrünte Ruhrgebiet sehen wollten.

Als wir nach einer guten Woche wieder daheim waren, genoss ich es wirklich, bis zum Schulbeginn noch über sooo viele unverplante Tage zu verfügen, in denen ich Lesen und Bloggen konnte, ohne dass mich jemand dabei unterbrach. Der kurze Tapetenwechsel hatte offenbar ausgereicht, um mein Gehirn wieder mit neuen Ideen zu versorgen.

Sichtbarkeit

Ein Highlight war der Business- Lunch von Womenbiz im ArtDeco- Hotel Montana in Luzern, wo sich ca. 30 engagierte Unternehmerinnen zum Netzwerken trafen und dem gelungenen Referat meiner Freundin Petra Sewing-Mestre mit dem Titel

"Was ist, wenn alle merken, dass ich gar nichts kann? Über die Angst, nicht gut genug zu sein" lauschten. Einmal mehr wurde uns klar vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass wir Frauen zu unseren Kompetenzen stehen und unser Licht nicht unter den Scheffel stellen sollten!

Hier schlage ich gern auch die Brücke zu meiner Arbeit mit hochbegabten Kindern: Es sind tendenziell viel mehr Jungs, die in meiner Beratungsstelle vorstellig werden. Auf Nachfragen kommt dann oft noch so der Hinweis, dass da wohl noch ein, zwei Mädchen zur Familie gehören, die aber "völlig unproblematisch" sind.... Ich wage nicht daran zu denken, wie viel Potenzial hier immer noch brach liegt!

 

Ein weiteres Highlight war für mich die Anfrage von Womenbiz, ob ich für ihr Online Magazin "Shine" einen Artikel zu "lifelong learning" schreiben wolle. Natürlich wollte ich das und freute mich über die Veröffentlichung Meines Beitrags zu "Lernen- weit mehr als Schule"  am 6. August. Schmunzer am Rande: Ich hatte gelesen, dass der Beitrag max. 6000 Wörter umfassen dürfe und habe mir noch gedacht, dass dies ja dann ganz schön lang werden könne. Nun ja- 6000 Zeichen. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Allerdings hatte ich so gutes Material für einen weiteren Blog, der hier verfügbar ist.

 

Und ganz zum Ende des Monats stellte ich mich nochmals einer weiteren Sichtbarkeits-Challenge: Meret Nora Wirz, die Präsidentin des EHKs, dem Verein Eltern hochbegabter Kinder, führte mit mir ein Zoom- Interview zum Rumpelstilzchen-Dilemma, das ich vor einigen Monaten verbloggt habe. Dass es nicht nur beim Thema Wutausbruch und Unterforderung blieb, ist jedem klar, der mich ein bisschen näher kennt... Am 2. September werden Ausschnitte aus unserem Gespräch mit Live- Fragen und einem open Mic für die Zuschauenden angereichert. Ich bin gespannt und freue mich darauf!

Am letzten Samstag des Monats trafen sich in Winterthur 50 Frauen, die alle mit Bildung zu tun haben, zu den 1. Frauendenktagen. Es geht darum, die Schule anders zu denken, Bewegung in dieses starre Konstrukt zu bringen- sei es mit neuen Fächern ohne fixe Stundenpläne, mit Lernräumen, die erst noch gefüllt werden dürfen, mit einem ganz Vokabular, das auch neue Haltungen widerspiegelt... Da geht etwas- und ich bin glücklich, mein Mosaiksteinen dazu beitragen zu können! Und ganz bestimmt werde ich zu dieser Bewegung auch mal ausführlicher berichten!

Umzug der Website

Mit zunehmender Blog- Erfahrung habe ich gemerkt, dass es wohl wirklich mehr als eine Überlegung wert ist, meine Website auch zu Word Press umziehen zu lassen. Zwar schätze ich es sehr, dass ich beim Jimdo ein direktes Back End habe, also 1:1 sehe, was ich gestalte, aber mir fehlt z.B. der Austausch mit Leuten, die hier kommentieren. Es ist beispielsweise so gar nicht Meins, Fragen, die in Kommis gestellt werden, unbeantwortet zu lassen. Ein gutes SEO- Tool, damit ich auch kontrollieren kann, ob die Suchmaschinen meine Texte finden, vermisse ich ebenfalls. 


Der Schwager meines Partners ist Webdesigner und hat mir liebenswürdigerweise eine "Spielwiese" zur Verfügung gestellt, auf der ich mich mal austoben und schauen kann, ob ich mit WP überhaupt zurecht kommen würde. Ich denke, das schaffe ich :-) Zudem haben wir die World Press-Sprechstunde mit Stefanie Seitz und mein Sohn, der im Marketing arbeitet, ist mit dem Programm auch ganz fit- kann eigentlich nichts schief gehen... Jetzt ist alles nur noch eine Frage der Zeit. Wenn ich also Kommentare beantworte, dann ist klar, dass der Umzug geschafft ist.

SCHulbeginn

Dieses Jahr hat bei uns in der Schweiz der Unterricht eher spät, nämlich am 23. August, wieder angefangen. Dieses Datum gilt natürlich nur für die Lernenden, wir Lehrpersonen waren wie immer schon viel früher wieder in den "heiligen Hallen" anzutreffen gewesen. Relativ kurzfristig haben wir Bescheid bekommen, dass das Schulhaus die ersten drei Wochen komplett geschlossen werden musste, weil Brandschutzmassnahmen umgesetzten werden sollten. Das war natürlich für diejenigen, die fix Ferien geplant hatten, recht mühsam- aber wir Lehrpersonen sind ja flexibel, sonst wären wir falsch in diesem Beruf.


Auch wenn ein paar Leute in den Tagen vor dem Schulstart noch bis spät in die Nacht gearbeitet haben, waren am 23. August alle bereit für ein neues Lernabenteuer. Wir hoffen alle, dass die Umsetzung der verordneten Corona- Massnahmen uns doch vielfältige Erfahrung- und Handlungsmöglichkeiten offen lassen. Ich habe mich entschieden, in meinen Gruppen den Fokus noch viel mehr auf Mindset und Resilienz zu setzen. Es ist mir wichtig, den Kindern Zugänge zu ihren inneren Quellen zu zeigen, damit sie fähig sind, bleiben oder werden, auch unter herausfordernden Bedingungen aufrecht unterwegs zu sein.


Und während ich diese Zeilen schreibe, hat auch schon der September begonnen... Und er ist schon randvoll mit Terminen und tollen Aktivitäten. Zudem möchten wir ab dem 25.9. für zwei Wochen nochmals mit dem DogCamper unterwegs sein. Diesmal südwärts- ich brauche Meer. Drückt uns die Daumen, dass dies dann noch möglich ist!

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