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Vom Wert des Klassenzimmers

Gerade jetzt, wo Fernlernen oder neudeutsch „Homeschooling“ erneut ein Thema ist, rückt das Schulzimmer wieder in den Fokus.

Das Schul- oder Klassenzimmer ist mehr als ein Ort, wo Wissen angeeignet wird, es ist ein Stück Heimat, ein Ort, an dem man Freunde trifft, wo man sich austauschen kann, nicht nur über Mathematik und Literatur, sondern auch über den Alltag, das Zusammenleben und wie es gelingen kann.

Vom Wert des Klassenzimmers und wie es zu einem wahren Förderort gestaltet werden kann, erzählt mein neuer Blogartikel. Selbstverständlich kommt da „mein Thema“ die Begabtenförderung auch zum Tragen. Aber wie ich schon oft erwähnt habe, ist ein Unterricht, der die hohen Fähigkeiten einzelner berücksichtigt, einer, der automatisch den Bedürfnissen aller Lernenden Rechnung trägt.

Lernumgebungen schaffen

Die meisten jungen Kinder lieben die Schule – oder sie möchten sie jedenfalls lieben. Von klein an spüren sie diesen Reiz, der mit Schule verbunden ist. Sie verspricht ein Schauplatz von Lernen und Entdecken zu sein. Alles Wichtige findet sich an diesem Ort: Farbige gemalte Alphabete, Wörter und Bilder an den Wänden, unzählige von Kindern gemalte Bilder und andere Kunstwerke, Pulte und Stühle in passender Grösse und Postenarbeiten, die Spannung und Anregung versprechen.

So schön es daheim und draussen auch sein mag, die Schule hält für jedes Kind ein geheimes Versprechen bereit. Die Herausforderung für alle Lehrpersonen besteht darin, dieses Versprechen für alle Kinder einzuhalten – auch für jenes, das am ersten Tag kommt und bereits den grössten Teil des vermeintlich neuen Unterrichtsinhaltes kennt.

Die Herausforderung annehmen

Das Klassenzimmer zu einem Ort zu machen, an welchem das Versprechen für jedes Kind eingehalten wird, verlangt nach einer Lernumgebung, die bewusst die Tür nicht nur für Kinder mit viel Vorwissen geöffnet hat, sondern auch alle andern dazu verlockt, sie zu durchschreiten.

Was soll man einem Vierjährigen mit der Lesekompetenz eines 4. Klässlers anbieten? Was einem 2. Klass-Raketen-Experten, der auf der Startrampe zum Lesen von Fachliteratur steht? Was tun mit dem Klassen-Clown, der jeden Auftrag möglichst schnell erledigt, um dann die andern mit seinen Spässen vom Arbeiten abzuhalten?

Wäre es nicht einfacher, Kinder, die brav mitarbeiten mit attraktiven Angeboten zu belohnen und die Störefriede mit Strafen in ihre Schranken zu weisen?

Die Erfahrung zeigt uns, dass solche Antworten unsererseits nicht wirken – und dass sie einen hohen Preis kosten können. Junge begabte Kinder, deren intellektuelle Bedürfnisse ignoriert werden, verlieren ihre Hoffnung: Die Hoffnung für sich selbst, die Hoffnung aufs Klassenzimmer, letztlich auf ihre Zukunft in der Schule, als einen Platz, an welchem es sich lohnt Zeit zu verbringen.

Damit dies nicht passiert, braucht es Resonanz auf die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder. Unsere Aufmerksamkeit, Beobachtung und Flexibilität im Unterricht sind gefragt, um eine Lernumgebung mit einem ausgewogenen Anteil an Gruppen- und Einzelarbeiten, Regeln und Selbererforschen, grundlegenden und hohen Erwartungen zu kreieren. Die wichtigsten Zutaten dafür: Lehrperson und Schüler*innen.

Einfühlungsvermögen

Wenn wir von Lernumgebungen sprechen, denken wir oft an sichtbare Dinge: Postenarbeiten, Materialien, Tische, Stühle. Ein anderer Aspekt, wie wir die Lernumgebung auf die Bedürfnisse junger Kinder mit hohen Begabungen zuschneiden können, ist, zu überlegen, wie es sich dabei fühlt. Durch die schnellere Verarbeitung von Informationen und Aufträgen kann ein Vakuum der Langweile entstehen, weil die Kameraden alle noch beschäftigt sind. Und auch wenn Kinder mit hohen Begabungen in gewissen Gebieten weiter sind als ihre Altersgenossen, so gehören Geduld und Diplomatie meist nicht zu ihren Stärken. Ein Kind, welches ohne Rücksicht oder Einsicht auf andere Aufgaben der Lehrperson jetzt - und gerade jetzt! - etwas mit ihr besprechen möchte, kann sehr fordernd scheinen – und es tatsächlich sein. Darüber frustriert können einige dieser Kinder zum Klassenclown werden, Autorität herausfordern oder andere unerwünschte Verhaltensweisen an den Tag legen. Andere ziehen sich zurück oder werden gar depressiv als Reaktion auf das Gefühl, nicht in die Klasse zu passen. Hier sind unser Verständnis und unsere Kommunikationsfähigkeit gefragt. Die Kinder müssen wissen, oder zumindest spüren, dass wir sie in ihren Bedürfnissen wahrnehmen. Manchmal reichen bereits ein Blick, ein wissendes Lächeln oder Nicken um dem Kind zu zeigen, dass wir es „auf dem Radar haben“.

 

Kindern zum Erfolg verhelfen

Viele Kinder mit hohen Begabungen setzen ihren Fokus auf jene Dinge, die sie nicht können. In dem wir das Klassenzimmer so gestalten, das verschiedene Arten von Lernwegen möglich sind und darüber auch gesprochen wird, dass nicht alle Menschen gleich lernen, erleichtern wir diesen Kindern den Lernzuwachs.

Es ist wichtig, den Kindern nötige Fähigkeiten auf vielfältige Art und Weise nahezubringen. Motorische Übungen müssen nicht nur mit Stift und Papier passieren, auch sticken, stricken, Perlenketten herstellen, Arbeiten mit Ton oder Plastilin, Folienschreibern auf laminierten Vorlagen etc. bringen den Erfolg.

Kindern zu guter Zusammenarbeit verhelfen

Häufig finden es Kinder mit hohen Begabungen schwierig, sich in einem sozialen Gefüge zurecht zu finden. Obwohl sie beredt und wortgewandt sind, verhalten sie sich auf Spiel- und Pausenplätzen ungeschickt und stehen am Rande oder werden geplagt. Sind es manchmal eifersüchtige Klassenkameraden, die sticheln, ist es auch manchmal ein ungeschickter Weg, um Kontakt zu suchen. Verstehen, weshalb Kindern sticheln, kann ein erster Schritt zur Zusammenarbeit sein. Ein Klima, ein Klassenzimmer zu schaffen, in welchem die verschiedenen Stärken und Fähigkeiten aller Kinder Platz haben und estimiert werden, kann bei diesem Unterfangen helfen. Wichtig dabei ist auch, dass jedes Kind seine Ansichten und Meinungen vertreten darf und eine Balance zwischen Sprechen und Zuhören gefunden wird. Als bewährtes Werkzeug dazu hat sich die „Namenskärtchen-Methode“ * erwiesen.

 

Balance zwischen Struktur und Kreativität

Kleine Kinder brauchen Leitplanken und Regeln um ihr Denken fürs Lernen strukturieren zu können. Kinder mit hohen Begabungen brauchen diese Strukturen nicht, um vordefinierte Lernergebnisse zu erreichen sondern eher wie eine stabile Leiter um möglichst hohe Ziele zu erreichen. Kreativität entzündet den Funken intellektueller Energie, den es für diesen Kletterakt braucht!

Individuelle Lernstile

Es ist wichtig, die Lernstile der Kinder zu bestimmen und ihnen Gelegenheit zu geben, auf diese Weise zu arbeiten und zu lernen. Um Lernstile zu bestimmen, ist es sinnvoll, zu erklären, wie das menschliche Gehirn Informationen verarbeitet. Das Hirn besteht aus zwei Hälften, die jeweils auf ihre Art Informationen verarbeiten. Die linke Hirnhälfte verarbeitet analytisch, die recht ganzheitlich. Wir brauchen beide Hirnhälften, aber jeder von uns hat eine bevorzugte. Ganzheitliche Lerner machen sich ein Bild des Gesamten, analytische Lernende untersuchen die einzelnen Teile eines Ganzen. Einen groben Überblick der Unterschiede zwischen den linkshirnigen und rechtshirnigen Denkern liefert die untenstehende Tabelle:

Linke Hirnhälfte dominiert

Denkt logisch, sequentiell

Beachtet die Details und kleinen Stückchen einer Aufgabe

Denkt konkret

Plant

Ist gleichzeitig rational und emotional

Namensgedächtnis

Lernt Fakten, Daten, Details

Lernt in kleinen, logischen Schritten

Lernt phonetisch, übers Gehör

Ist systematisch, ernsthaft

 

Rechte Hirnhälfte dominiert

Denkt allgemein

Betrachtet die ganze Aufgabe

Denkt abstrakt

Reagiert spontan

Ist kreativ

Gesichtergedächtnis

Lernt ungern auswendig

Lernt aus der Gesamtheit heraus

Lernt durch den Kontext

Ist verspielt, humorvoll


Wenn Kinder lernen, dann tun sie dies in der Weise, die ihrer dominanten Hirnhälfte entspricht. Weder links- noch rechtshirnige Lerner sind intelligenter. Wichtig ist, dass den Kindern beigebracht wird, wie sie ihnen entsprechende Lernwege einschlagen können. Eine zusätzliche Empfehlung besteht darin, die drei sensorischen Lernstile auditiv, visuell und taktil-kinästhetisch miteinzubeziehen.

Charakteristische Lernstil-Eigenschaften

Durch Beobachtung des Umgangs eines Kindes mit neuen Ideen und Materialien kann sein bevorzugter Lernstil bestimmt werden

Auditive Lernende denken analytisch, sie sind die typischen „guten Lerner“. Üblicherweise lernen sie durch ihre blosse Anwesenheit im Unterricht durch das Befolgen von Schritt-für-Schritt-Anweisungen.

Kinder, die visuell lernen, sind meist ganzheitliche Lernende. Sie brauchen das „ganze Bild“, nicht Einzelteilchen. Visuelle Typen können logisch und analytisch lernen, aber brauchen dies nicht zwingend zu tun... Es sind Kinder, die gern Bilder zu begriffen haben, die visuelle Brücken bauen (Photos, Grafiken, Karten), die das Gelernte verschriftlichen oder zeichnerisch darstellen und die wissen wollen, wie das Produkt ihrer Arbeit aussehen wird.

Taktil-kinästhetische Lernen sind ebenfalls ganzheitliche Denker, die aber handelndes Lernen bevorzugen, sie sind die Learning-by-doing-Typen. Meist lesen sie nicht gern und bevorzugen es, ihr eigenes Lernsystem zu entwickeln, so laufen z.B. viele gern herum, brauchen ihre Finger oder verschieben Dinge während des Lernens.

Den Lernstilen entsprechen lehren

Viele Klassenzimmer sind eher nüchtern-analytisch eingerichtet, was den auditiv orientierten Lernenden entspricht. Sie können durch entsprechende Lektüre, lautes Lesen, Diskussionen, Hörspielen, Musik, Einzelgesprächen weiter unterstützt werden. Geführte Aktivitäten und Schritt-für Schritt-Anweisungen bringen diese Schüler ebenfalls weiter.

Für visuell orientierte Lernende erweisen sich Piktogramme, Vorführungen, Handouts, Videos, Filmausschnitte und Foliendarstellungen hilfreich. Sinnvoll ist es, diesen Kindern Gelegenheit zu verschaffen, ihr Wissen schriftlich oder zeichnerisch darzustellen. Ihn en entsprechen auch Anleitungen zum Herstellen von Mindmaps oder grafischen Darstellungen von Lerninhalten oder Geschichten. Indem wir unsere Darstellungen farbig gestalten, unterstützen wir die visuellen Typen ebenfalls.

Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass taktil-kinästhetische Lernende Berührung und Bewegung brauchen. Sie benötigen Gelegenheit, Dinge zu gestalten und zu verändern, Wanderdiktate oder gross angelegte Spiele entsprechen ihren Bedürfnissen. Diese Kinder lieben Action- und Abenteuergeschichten, einer Geschichte bloss zuhören zu müssen, lässt die meisten zappelig werden.

Intellektuelles Risiko (Risk-taking)

Kindern, denen neuer Stoff „einfach“ zufällt, die sich aber über längere Zeit nur in ihrem Kompetenzbereich bewegen, sollten ermutigt werden, sich auch anderen Inhalten zuzuwenden, auch wenn das Ergebnis nicht wie gewohnt perfekt ausfallen wird. Dies kann unter Umständen durch eine besonders herausfordernde Aufgabenstellung in einem unbekannten Thema geschehen. Diese kleinen Perfektionisten erkennt man durch:

Häufige Unzufriedenheit mit ihrer Arbeit

  • Immer wieder neues Beginnen, weil es „nicht schön“ ist
  • Extreme Selbstkritik
  • Überwachung der Kameraden
  • Petzereien
  • Aufschieben von Dingen
  • Angst vor Neuem
  • Risikoscheu

 

Sinn von Fehlern und Ausprobieren von Neuem sollten im Unterricht thematisiert werden. Gespräche mit Eltern können Aufschluss darüber geben, in welchen Bereichen ein Kind noch speziell ermutigt werden soll und auf welche Weise das geschehen könnte. Zum Thema Perfektionismus findet sich hier ein auführlicher Blogartikel.

 

Einen Ausgleich zwischen Gruppen- und Einzelaktivitäten finden

Es ist wichtig, dass Kinder mit hohen Begabungen auch lernen mit Kindern aller Leistungsstufen zu kooperieren, genauso wie es unabdingbar ist, dass intellektuelle Herausforderungen und Kameradschaften mit Kindern, mit gleichem Wissensdurst möglich sind. Eines der grössten Geschenke, das man begabten Kindern machen kann, ist sie zu entdecken und ihnen durch anspruchsvolle, interessante Aufgabenstellungen in ihren Interessensgebieten ein Stück Freiheit und Selbstverantwortung zu geben.

 

Wie aber können Interessen entdeckt oder geweckt werden? Vielleicht wäre einen Versuch wert, spannende Schlagzeilen aufzuhängen und nachzufragen, wer dazu etwas erzählen möchte. Vielleicht lassen sich so unentdeckte Leser herauskitzeln? Sind diese Kinder entdeckt, gibt es vielleicht auch Möglichkeiten mit ihnen herausforderndere Texte zu lesen als jene der Leseanfänger. Auch stilles Lesen im eigenen Tempo ist eine Möglichkeit, allerdings muss dann die Möglichkeit der Verständnisüberprüfung vorhanden sein. Oder es finden sich fortgeschrittene Leser aus Parallelklassen zu einem Lesezirkel...

Mit Eltern zusammenarbeiten

Immer wieder muss daran erinnert werden, dass Eltern die Eigenarten ihrer Kinder kennen und es deshalb sinnvoll ist, die Eltern aufzumuntern und einzuladen, spezielle Beobachtungen über ihre Kinder mitzuteilen. Es ist wichtig, diesen Dialog aufrecht zu erhalten. Die offiziellen Elterngespräche sind ein Weg dazu, selbstverständlich geht auch der Weg übers Telefon, per Mail, Elternmitarbeit bei Projekten oder Begleitung zu Ausflügen sowie Hausaufgaben, bei denen die Eltern involviert sind. Hier gilt es natürlich zu beachten, dass mittlerweile viele Kinder in Ein-Eltern-Haushalten aufwachsen und werktätige Eltern abends nicht unbegrenzt Zeit und Energie zur Verfügung haben- genauso wie die Homme Office Situation für viele Familien sehr anspruchsvoll ist).

Um Eltern, die über ihre Sorgen um ihre Kinder sprechen möchten, zu unterstützen, kann das Formular „Helfen Sie mir zu helfen“, das ich gerne auf Anfrage abgebe, regelmässig den Kindern mitgegeben oder gemailt werden.

Jedes Kind willkommen heissen

Ein begabungsfreundliches Schulzimmer, in welchem jedes Kind adäquate Anregung finden kann, zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  1. Das Schulzimmer lädt zum Lernen ein, es unterstützt somit die Ziele des Lernplans und verhilft den SchülerInnen zu Basis-Erfahrungen. Naturmaterialien laden zum Betrachten ein , es sind Bücher in verschiednen Schwierigkeitsgraden so versorgt, dass sie für die Kinder erreichbar sind und bei passender Gelegenheit wird Musik gespielt oder selber gemacht.
  2. Ein breites Angebot an Materialien ist zugänglich. Dies beinhaltet, dass auch Dinge, die über das durchschnittliche Niveau der Lernenden führen, vorhanden sind, wie anspruchsvolle Computerprogramme, dreidimensionale Puzzles, Labyrinthe, Zeitschriften.
  3. Überhaupt sind Zeitschriftensammlungen und andere Sammlung nicht nur attraktiv sondern reich an Inhalten. Mögliche andere Ausstellungsgegenstände wären auch Schaubilder, Poster oder Kunsthandwerkliches aus verschiedenen Kulturen.
  4. Experimentier-Ecken landen zu selbst-initiierten Tun ein. Sie müssen allerdings so organisiert sein, dass die Kinder selbstverantwortlich agieren und nachher auch wieder aufräumen können. Ideen dazu gibt’s weiter hinten bei Gardners acht Intelligenzen
  5. Flexible Sitzgelegenheiten lassen je nach Arbeitsform rasche Wechsel zu.
  6. Für zügig arbeitende Schülerinnen stehen herausfordernde, dem Lektionsinhalt angepasste Zusatzaufgaben zur Verfügung, welche auch in wechselnden Arbeitsformen (EA,PA,GA) gelöst werden können.
  7. Von Zeit zu Zeit können auch extrem herausfordernde, „super Challenge“ Aufgaben bereitgestellt werden, welche unter Umständen helfen können, bisher unentdeckte Fähigkeiten bei den SchülerInnen zu identifizieren.
  8. Während des Evaluierens von Lernenden kommen Gebiete zum Vorschein in denen sie Stärken aufweisen, andere, die noch verbessert werden müssen und solche, in denen zusätzliche Herausforderungen nötig sind. Sticht ein Kind in einem Gebiet oder Lerninhalt besonders hervor, gilt es die Frage, wie ihm zusätzliche Herausforderung und Anregung gegeben werden könnte, zu beantworten.
  9. Für jedes Kind wird ein Portfolio geführt. Sein Zweck ist es, die Ergebnisse und Fähigkeiten des Kindes zu dokumentieren und, dank Beobachtungen und Notizen, als Gesprächsgrundlage bei Elterngesprächen zu dienen. Zur Thematik des Dokumentierens findet sich hier ein Blogartikel von mir.
  10. Eltern spielen eine wesentliche Rolle in der Erziehung ihrer Kinder. Deshalb sollten die Eltern wo immer sinnvoll und möglich in den Unterricht miteinbezogen werden.

 

Ich habe im Verlauf meiner Unterrichtstätigkeit, aber auch auf Besuchen als Beraterin viele wunderschöne, schulerzentriert eingerichtete Schulzimmer gesehen. Gerade auf der Primarschule stecken viele Lehrpersonen viel Herzblut und auch eigenes Geld in die Schulzimmereinrichtung, damit sich die Kinder wirklich angenommen und heimisch fühlen.

Gerne schreibe ich bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher über die Gestaltungsmöglichkeiten eines begabungsfördernden Unterrichts.

 

In der Schweiz wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogs die Corona bedingte Schulschliessung heiss diskutiert. Zum Wohle der Kinder, aber auch der Familien, die auch sonst zum Teil schon arg belastet sind, hoffe ich, dass wir von dieser Massnahme verschont bleiben, damit unsere Schützlinge in diesen turbulenten Zeiten einen festen Anker haben- auch wenn viele hochbegabte Kinder die Zeit des Lockdowns zur Initiierung eigener Projekte genutzt und die freiere Tagesstruktur genutzt haben.

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